Kein Wechselmodell gegen den Eltern- oder Kindeswillen

Die Anordnung des paritätischen Aufenthalts des Kindes bei getrennt lebenden Eltern überschreitet die Umgangsregelungsbefugnis, die dem Familiengericht eingeräumt ist, so das OLG Brandenburg, 3. FamS, Beschluß vom 21.6.2012, 15 UF 314/11.

(A.A. KG, FamRZ 2012, 886, das im Rahmen einer Umgangsregelung ausnahmsweise auch gegen des Willen eines Elternteils eine Betreuung nach Art eines Wechselmodells anordnen will, wenn dies dem Wohl und dem Willen des Kindes entspricht, mit nicht überzeugender Begründung. Auch hier aber ist dies nicht möglich, wenn es dem Willen des Kindes nicht entspricht.)