Auch bei verbotswidriger Radwegbenutzung auf falscher Seite behält Radfahrer ein Vorfahrtsrecht 

Das OLG Hamm hat den Fall eines Radfahrers entschieden, der einen für seine Fahrtrichtung nicht freigegebenen Radweg verbotswidrig benutzt hat und geurteilt, daß dieser gegenüber aus untergeordneten Straßen einbiegende Verkehrsteilnehmern das Vorfahrtsrecht behält (Az. 9 U 173/16, Urteil vom 4.8.2017).

Allerdings muß sich der Fahrradfahrer in diesem Fall ein anspruchsminderndes Mit- bzw. Eigenverschulden (im Fall von ⅓) entgegenhalten lassen. Grund ist der Verstoß gegen Paragraph 2 Absatz 4 Satz 2 StVO.